Unternehmensnachfolge – so läuft die Übergabe glatt

Was bei der Übernahme eines Unternehmens zu beachten ist

Wenn ein Unternehmen von einem Besitzer zum nächsten wechselt, dann handelt es sich bei einer Unternehmensnachfolge nicht darum, dass das Unternehmen verkauft wird. Aus diesem Grund liegen dieser Art der Unternehmensübergabe drei Kriterien zu Grunde. Zunächst kann eine Unternehmensnachfolge nur in eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen auftreten, also beispielsweise in Unternehmen, in denen maximal zwei Familien mindestens 50 Prozent der Unternehmensanteile halten und mindestens einer der Gesellschafter in der Geschäftsführung tätig ist.

Die Unternehmensnachfolge als wichtiger Geschäftsprozess - das ist zu beachten.Es handelt es sich hierbei nicht um die bloße Übergabe von Eigentum, sondern der Übergang der Leitung muss im Zuge des Nachfolgeprozesses ebenfalls passieren. Eine Unternehmensnachfolge ist dann ungültig, wenn kein Leitungswechsel stattfindet. Es handelt sich auch nur dann um eine Nachfolge, wenn die Gründe der Übergabe der Unternehmensleitung in der Person des Eigentümers liegen, nicht aber wenn dies durch die wirtschaftliche Situation des Unternehmens in die Wege geleitet wurde.

Wichtige Kriterien für den Nachfolger

So lautet ungefähr die Definition von einer Unternehmensnachfolge, wenn man es von der trockenen Seite aus betrachtet. Dass es nicht immer ganz so einfach ist, zeigt die Realität mit jedem Tag. Somit sollte man sich, wenn man ein Unternehmen abgeben möchte, oder wenn man eines übernehmen will, dringend bei einer professionellen Adresse Rat suchen, denn schließlich übernimmt man hierbei nicht nur ein bestehendes Unternehmen, für einen selbst liegt somit eine Existenzgründung an, selbst wenn man sich sozusagen in ein bereits gemachtes Nest setzt. Wichtig in diesen Fällen ist es vor allem, bestehende Kunden rechtzeitig über einen solchen Schritt zu informieren und diese zufriedenzustellen, damit sie auch nach einem Besitzerwechsel weiterhin dem Unternehmen vertrauen. Doch auf der anderen Seite kann man natürlich nicht nur auf bisherige Kunden hoffen. Auch neue Kunden sollten im Zuge des Inhaberwechsels dazugewonnen werden. Vielleicht bringt man ja sogar welche aus einer bisherigen Tätigkeit mit in das Unternehmen ein.

Bestehende Strukturen erhalten, wenn es gut läuft

Sind Angestellte in dem Unternehmen vorhanden, das man übernimmt, so muss man darauf achten, deren Arbeitsplätze zu sichern, selbst wenn man vorhat, den Betrieb komplett umzustellen. Doch genau eine solche Umstellung sollte gut überlegt sein und nur dann vollzogen werden, wenn das Unternehmen bisher wirtschaftlich keinen besonders großen Erfolg hatte. Läuft alles gut und möchte man die bestehenden Strukturen der Firma nicht zerstören, dann sollte man zunächst wenigstens eine Weile abwarten, bis man alles bisher Existierende über den Haufen wirft. Nicht schaden kann es zudem, wenn man vor der Übernahme eine ganze Weile schon selbst in dem Unternehmen mitwirkt, sei es als Mitarbeiter oder als Unterstützung der Firmenleitung. So gewöhnt man sich an die Gegebenheiten im Betrieb und die Übernahme entwickelt sich nicht zum absoluten Sprung ins kalte Wasser.

Die Übernahme innerhalb der Familie

Eigentlich ist es eine praktische Angelegenheit, wenn ein Familienunternehmen einfach an die nächste Generation weitergegeben wird. Doch hier kann es sehr viel schneller zu Schwierigkeiten bei und gerade nach der Übergabe kommen, als wenn das Unternehmen an eine fremde Partei gehen würde. Der scheidenden Generation fällt es nämlich in vielen Fällen nicht so leicht, ihr Lebenswerk an die Nachkommen abzutreten und ihnen, ganz ohne selbst mitzuwirken, die Arbeit zu überlassen. Zieht sich diese Partei nicht schnell genug aus dem Unternehmen zurück, sondern versucht, regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sind Spannungen vorprogrammiert. Deshalb ist es auch hier nicht zu unterschätzen, den oder die Nachfolger schon eine Weile im Unternehmen mitarbeiten zu lassen, so dass Alt und Jung sehen, dass sie sich aufeinander verlassen können und dass damit zu rechnen ist, dass die jüngere Generation mit einer Übernahme der Firma gut klarkommen wird, ohne das Unternehmen in Grund und Boden zu wirtschaften.