Weiterbildungen und Schulungsmaßnahmen – alles Wichtige erklärt.


Schulungsmaßnahmen und Fortbildungen

Eine Schulung oder ein Lehrgang, darunter versteht man eine Veranstaltung oder mehrere Veranstaltungen mit Lehraspekt, die sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen. Eine Schulungsmaßnahme kann Arbeitnehmern entweder von ihrem Arbeitgeber ans Herz gelegt werden, doch sie können sich auch aus eigenen Stücken für diese Form der Weiterbildung entscheiden, ebenso wie Selbstständige. Eine Schulung kann in jeder Art und Weise und für jedes beliebige Thema stattfinden. Das Ziel ist dabei jedoch ganz deutlich, dass die Teilnehmer am Ende etwas mitnehmen und sich entsprechend weitergebildet fühlen. Die berufliche Weiterbildung ist dabei sicherlich die häufigste Form, insbesondere auch bei Arbeitslosen, die eine Schulung dafür nutzen, in einem für sie vielleicht neuen Berufsbild Fuß zu fassen.

Weiterbildung und Schulungsmaßnahme - hier gibt es einiges zu beachtenUnterschiedliche Formen der Schulung

Die Länge einer Schulung wird je nach Thema oder Situation festgelegt. Sie kann eine halbe Stunde dauern, beispielsweise bei einer unternehmensinternen Schulungsmaßnahme, sie kann sich jedoch über mehrere Treffen und somit über Tage oder gar Wochen hinziehen. Oftmals finden Schulungsveranstaltungen im Rahmen einer Messe oder einer Tagung statt. Hier wird dann besonders großer Wert auf themenspezifische Schulungen gelegt. Auch von Zuhause aus können Weiterbildungen und Schulungen wahrgenommen werden, nämlich mit dem so genannten E-Learning. Hierfür braucht der Schulungsteilnehmer nur einen PC und möglicherweise einen Internetanschluss und schon kann er sich im persönlichen Rahmen der Weiterbildung unterziehen.

Schulungsmaßnahmen zum Berufseinstieg

Eine Schulungsmaßnahme kann beispielsweise der Einarbeitung in einem Unternehmen dienen. Vielleicht hat jemand von einer anderen Berufssparte hinübergewechselt und kennt sich in seinem neuen Einsatzgebiet noch nicht so gut aus, andere sind vielleicht komplette Berufseinsteiger und müssen geschult werden, da ihnen die nötige Ausbildung fehlt. Hier kann man auch die Schulungsform der Umschulung in Anspruch nehmen. Manche Unternehmen setzen hingegen auf das Konzept: Training on the Job. Das bedeutet nichts anderes, als dass die neuen Angestellten am Arbeitsplatz lernen, was zu tun ist und sich so eine gewisse Routine aneignen. Learning by doing wäre hierfür eine weitere passende Umschreibung. Die Einarbeitungsphase wird so für die neuen Mitarbeiter interessant gestaltet und diejenigen, die für die Einarbeitung zuständig sind, können sich ebenfalls über frischen Wind an ihrem Arbeitsplatz freuen.

Fort- und Weiterbildungen

Wer bereits einen Job hat, der kann sich in Form von Fortbildungen einer Schulungsmaßnahme unterziehen und so bessere Aufstiegschancen erlangen. Die Qualifikationen, die man bereits in der Ausbildung und in der Berufspraxis erworben hat, werden durch eine Fortbildung erhalten, erweitert, an technische Entwicklungen angepasst und ausgebaut. Nachweisen, dass man erfolgreich an einer Fortbildung teilgenommen hat, kann man zum Beispiel in Form einer entsprechenden Prüfung, die durch die zuständigen Stellen wie unter anderem die Industrie- und Handelskammer oder die jeweiligen Handwerkskammern durchgeführt werden können. Bei Facharbeitern kann ein entsprechender Kurs beispielsweise dazu führen, dass der Teilnehmer sich so auf seine Meisterprüfung vorbereitet.

Eine Studie zum Thema Weiterbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat sich kürzlich in einer Studie damit beschäftigt, wie bereit Beschäftigte dazu sind, selbstständig Mittel für eine berufliche Weiterbildung aufzubringen. Hierfür wurden insgesamt 1200 Betriebe und 1600 Erwerbstätige befragt. Festgestellt wurde hierbei unter anderem, dass es keinen negativen Zusammenhang zwischen dem betrieblichen Weiterbildungsengagement und der Abwanderungsquote in einem Unternehmen gibt. Viele Betriebe sehen die Weiterbildung als wichtiges Mittel zur Beschäftigtenbindung, so das BIBB. Die Erwerbstätigen gaben hingegen an, dass es besonders an dem erwarteten Nutzen einer Weiterbildungsmaßnahme liege, wie hoch die persönliche Zahlungsbereitschaft ausfällt. Finanzielle und zeitliche Restriktionen spielten ebenso eine große Rolle, denn wem das Geld für eine eigenständige Fortbildung oder Schulung fehlt, der wird diese nicht eingehen, nur weil dies ihn möglicherweise beruflich in einem Unternehmen weiterbringt, das ihm die Schulungsmaßnahme nicht einmal bezahlen will. Zeitliche Flexibilität muss ebenfalls vorhanden sein. Wer schon komplett in seinem Job eingespannt ist, zieht es möglicherweise vor, keine Weiterbildung oder Schulung zu besuchen.